Die Kritik aus Deutschland richtet sich vor allem gegen die hohen Summen, die in manchen Situationen, wie zum Beispiel im Fall Volkswagen, anden. VW verkaufte Autos mit manipulierter Dieseltechnologie an eine halbe Million Kunden in den USA. In Europa verkaufte sie solche Fahrzeuge jedoch an achteinhalb Millionen Menschen, also an 17-mal so viele Kunden. Nach der Logik der Sammelklage würde VW, wenn VW einem Vergleich mit Kunden in Europa nach dem US-Modell zustimmen würde, den Konzern bis zu 17-mal mehr kosten, also über 150 Milliarden Euro. Dies würde vermutlich dazu führen, dass der größte europäische Automobilkonzern – der mehr als eine halbe Million Mitarbeiter beschäftigt – Konkurs anmelden müsste. Kann dies das Ziel von Klagen sein, auch wenn das Unternehmen sein Fehlverhalten nicht anfechtt? Am 19. November 2015 berichtete ABC News Australia, dass mehr als 90.000 VW-, Audi- und Skoda-Dieselfahrzeugbesitzer eine Sammelklage gegen Volkswagen beim Bundesgerichtshof eingereicht hätten. [168] Von dem Rückkauf waren bis zum 18. Februar 2017 138.000 abgeschlossen, 150.000 weitere mussten zurückgezahlt werden.

52.000 entschieden sich, ihre Autos zu behalten. 67.000 Dieselautos aus dem Modelljahr 2015 wurden für Reparaturen freigegeben, ließen aber Unsicherheit über die Zukunft von 325.000 “Generation One”-Diesel-VWs aus den Modelljahren 2009-2014 aufkommen, die die “schlanke NO x-Falle” verwenden und schwieriger zu reparieren wären. [283] [284] Am 3. November 2015 stellte Volkswagen fest, dass seine interne Untersuchung ergab, dass auch CO2-Emissionen und Kraftstoffverbrauchswerte von “Unregelmäßigkeiten” betroffen waren. Diese neuen Ausgaben, deren Reparatur zunächst auf bis zu 2 Mrd. EUR geschätzt wurde, betrafen vor allem Diesel, aber auch einige Benzinmodelle, wobei erste Schätzungen darauf hindeuten, dass etwa 800.000 Fahrzeuge mit 1,4, 1,6 und 2,0 Liter Motoren von VW, Skoda, Audi und Seat betroffen sein könnten. [6] Am 9. Dezember 2015 revidierte Volkswagen diese Schätzungen und erklärte, dass nur rund 36.000 Fahrzeuge von den Unregelmäßigkeiten betroffen seien, bestätigte aber auch, dass es keine Beweise für eine rechtswidrige Änderung der CO2-Emissionsdaten gefunden habe. [9] Die Nachricht veranlasste die Volkswagen-Vorzugsaktien am selben Tag zu einem Anstieg der Volkswagen-Vorzugsaktien um 7,3 Prozent. [9] [120] Der Betrug von VW führte zu massiven Klagen der US-Regierung, der Verbraucher und sogar der Aktionäre.

Vor diesem Hintergrund erscheinen alle Vorwürfe, dass es sich bei diesen kostspieligen Klagen um eine politisch motivierte Kampagne gegen deutsche Unternehmen handelt und die darauf abzielt, Rivalen von US-Unternehmen zu schaden, absurd. Amerikanische Unternehmen selbst sind Gegenstand von Sammelklagen. So war beispielsweise der US-Banken- und Finanzdienstleistungskonzern Citigroup an der Zinsmanipulation der Deutschen Bank beteiligt und musste auch an die Kläger Millionen zahlen. Volkswagen-Abgasverstöße: Im September 2015 soll der deutsche Autobauer Volkswagen AG bei Abgastests für 11 Millionen seiner zwischen 2009 und 2015 verkauften Dieselmotoren von Volkswagen mit Software geschummelt haben. Die Software erkannte, wenn Autos einen Emissionstest fuhren und aktivierte Verschmutzungskontrollen, die normalerweise inaktiv waren. Dies führte dazu, dass Automodelle die Tests der United States Environmental Protection Agency (EPA) bestanden, während sie im realen Weltfahren bis zum 40-fachen des gesetzlichen Grenzwerts für Stickoxide (NOx) ausstießen. Um mehr zu lesen, klicken Sie auf WikiPedia Bis zum 27. September 2015 wurden mindestens 34 Sammelklagen in den Vereinigten Staaten[299][300][301] und Kanada[302][303] im Namen der Volkswagen- und Audi-Eigentümer eingereicht, die Volkswagen vertragswidert, betrügerische Verschleierung, falsche Werbung und Verstöße gegen Bundes- und Landesgesetze begangen haben, und den “verringerten Wert” von Dieseln, die mit Verschmutzungsbestimmungen behaftet sind, , aufgrund möglicher Reduzierungen der PS und der Kraftstoffeffizienz.

[304] Laut Reuters ist ein Grund, warum Die Anwälte der Sammelklage so schnell mobilisieren konnten, dass das Marketing des Unternehmens an gehobene Fachleute, einschließlich Juristen, nach hinten losgegangen war. [305] In den Vereinigten Staaten gibt es mindestens 450 getrennte aktive Klagen, hauptsächlich Sammelklagen im Namen von Händlern, Eigentümern und Personen, die betroffene VW-Modelle gepachtet haben.