Die Repräsentativität der Arbeitgeberorganisationen ist nicht durch ein gesondertes Gesetz geregelt. Es ist jedoch indirekt durch das Gesetz über Tarifverhandlungen (Zakon o kolektivnih pogodbah, Uradni-Liste der Republik Slowenien, Nr. 43/2006) geregelt, der in Artikel 12 vorsieht, dass eine der Parteien den Arbeitsminister ersuchen kann, den Tarifvertrag auf alle Arbeitgeber auszudehnen, auf die sich der Tarifvertrag bezieht. Die Arbeitgeberorganisation muss in diesem Fall mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer in Unternehmen beschäftigen, die von der Verlängerung betroffen sind. Im Jahr 2019 war das Arbeitsleben in Slowenien von politischer Instabilität und der Verschlechterung des sozialen Dialogs geprägt, wobei die Sozialpartner hohe Erwartungen haben, dass es möglich sein wird, das Lohnsystem zu reformieren und einen neuen allgemeinen Tarifvertrag für die Wirtschaft auszuhandeln sowie den Arbeitskräftemangel und Strukturreformen zu bekämpfen. Tarifverträge sind rechtsverbindlich. Im privaten Sektor werden die Lohnverhandlungen auf Branchenebene koordiniert. Branchenbezogene Tarifverträge enthalten Mindeststandards, die nur zum Besseren in den unteren (Unternehmens-)Tarifverträgen geändert werden können. Im öffentlichen Sektor gibt es ein zentralisiertes System zur Festlegung von Löhnen und anderen Rechten.

Der Haupttrend bei den Tarifverhandlungen ist die Dezentralisierung (Eurofound, 2013). Das Arbeitsinspektorat der Republik Slowenien überwacht die Umsetzung von Gesetzen, sonstigen Vorschriften, Tarifverträgen und allgemeinen Rechtsakten, die die Arbeitsverhältnisse, die Bezahlung und andere Einnahmen aus der Beschäftigung, die Beschäftigung von Arbeitnehmern im In- und Ausland, die Beteiligung der Arbeitnehmer an der Unternehmensleitung, Streiks und die Sicherheit der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz regeln, sofern nicht anders durch Verordnungen festgelegt. Ein Arbeitnehmer kann vor einem zuständigen Arbeitsgericht gerichtlichen Schutz beantragen. Der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber können sich auch auf eine Streitbeilegung durch Mediation einigen. Repräsentative Gewerkschafts- und Arbeitgeberverbände schlagen Vermittlungsexperten für die Mediation in Einzelfällen und Schlichter zur Beilegung der Arbeitskämpfe vor. Die Daten über Experten und Schiedsrichter werden beim Ministerium für Arbeit, Familie und Soziales hinterlegt. Die Sozialpartner arbeiteten an dem Projekt “Modernisierung der Arbeitsbeziehungen durch Förderung der Erneuerung von Tarifverträgen” (2013–2014) mit. 2. Der Minister erkennt eine verlängerte Gültigkeit des gesamten oder eines Teils des Tarifvertrags an, wenn der Tarifvertrag zwischen einer oder mehreren repräsentativen Gewerkschaften geschlossen wurde. Dasselbe gilt, wenn ein oder mehrere Arbeitgeberverbände, deren Mitglieder mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer bei Arbeitgebern beschäftigen, für die eine Verlängerung des Tarifvertrags vorgeschlagen wurde.